Der Flamenco offenbart jedem Menschen ein anderes Geheimnis – er singt von Liebe und Freude und Gefühlen, die so stark sind, dass wir sie kaum zu benennen vermögen.
Er trifft mitten ins Herz und entfesselt – alles … Er ist mehr als eine Form der Kunst, er ist unmittelbarer Ausdruck des Lebens: schonungslos und ergreifend. Er erschließt sich nicht im Offensichtlichen, sondern spielt sein Lied in den Tiefen unserer Seele. Ein Lied, das für jene bestimmt ist, die sich ihm wahrhaftig hinzugeben getrauen.

Oder, um mit den Worten des Schriftstellers Tomás Borrás zu sprechen:

Flamenco sein heißt, einen anderen Körper haben, eine andere Seele, andere Leidenschaften, eine andere Haut, heißt, erfüllt sein von Instinkt und Begehren. Flamenco sein heißt, eine andere Weltsicht, ein anderes Lebensgefühl haben, sich des Schicksals bewusst sein, die Musik in den Nerven spüren, stolz auf seine Unabhängigkeit sein, sich über seine Tränen freuen; es heißt Schmerz und Liebe – und sich am Gesang, am Wein und am Küssen berauschen.

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